Validation und Gruppenvalidation

nach Naomi Feil

 

Ein Weg zu mehr Würde, Verständnis und Lebensqualität im Umgang mit demenzkranken Menschen.

 

„Wenn wir die Welt mit den Augen der anderen sehen, entsteht Verbindung.“

 

Was ist Validation?

Validation ist eine einfühlsame Kommunikationsmethode für den Umgang mit älteren und desorientierten Menschen.
Sie wurde von der Gerontologin Naomi Feil entwickelt.

Das Ziel ist es, die Gefühle und Bedürfnisse der Betroffenen ernst zu nehmen, statt ihre Aussagen zu korrigieren oder zu bewerten.

Menschen mit Demenz drücken häufig Gefühle, Erinnerungen oder ungelöste Lebensthemen aus. Durch wertschätzende Kommunikation können sie sich verstanden, sicher und angenommen fühlen.


Ziele der Validation

  • Wertschätzung und Würde der Person bewahren

  • Kommunikation ermöglichen und Beziehungen erhalten

  • Angst, Stress und Unruhe reduzieren

  • Selbstwertgefühl stärken

  • unverarbeitete Erlebnisse ausdrücken können

  • Lebensqualität verbessern


Grundhaltung: Empathie

Validation basiert auf einer emphatischen Haltung

Empathie bedeutet:

  • sich in die Situation eines anderen hineinzuversetzen

  • aufmerksam zuzuhören

  • Gefühle wahrzunehmen und anzuerkennen

Nur durch echtes Einfühlungsvermögen entsteht Vertrauen und Verbindung.


Was ist Gruppenvalidation?

Bei der Gruppenvalidation treffen sich mehrere Menschen mit Demenz in einer begleiteten Gruppe.

Eine geschulte Gruppenleitung begleitet die Gruppe mit validierenden Kommunikationsmethoden.

Im Mittelpunkt stehen:

  • Gemeinschaft erleben

  • Gefühle ausdrücken

  • Erinnerungen teilen

  • soziale Kontakte stärken

Es geht nicht um richtig oder falsch, sondern um Gefühle verstehen und anerkennen.


Ablauf einer Gruppenvalidation

Eine Gruppe besteht meist aus 5–8 Teilnehmenden sowie einer Gruppenleitung.

Ein Treffen dauert etwa 45 Minuten und umfasst:

 

  1. Begrüßungsritual
    z. B. Musik oder ein gemeinsames Lied

  2. Gesprächsrunde
    Teilnehmer erzählen aus ihrem Leben oder ihren Gefühlen

  3. Aktivierung
    Bewegung, Singen oder Sinnesanregungen

  4. Abschlussritual
    Verabschiedung und Ausblick auf das nächste Treffen

Die regelmäßigen Rituale geben Sicherheit, Orientierung und Geborgenheit.


Vorteile für Betroffene

   · Stärkung des Selbstwertgefühls
   · Förderung sozialer Kontakte
   · Reduktion von Unruhe und Stress
   · mehr Lebensfreude und Aktivität
   · positive Begegnungen für Angehörige

 

Die Validation kann über die Pflegekasse abgerechnet werden.

 


Ansprechpartner

Monika Bauer

Telefon: 06331-93338

E-Mail: m.bauer@kis-med.com

 

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